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Ein schwieriges Bekenntnis

01.02.2018 14:56 von Pfarrer Frank Ahlgrim

Auftaktveranstaltung zur Predigtreihe zum Apostolischen Glaubensbekenntnis

„Das Bekenntnis zum christlichen Glauben fällt schwer.“ Mit dieser Aussage eröffnete Pf. Olaf Schäper die Auftaktveranstaltung zur Predigtreihe 2018 im vollbesetzten Gemeindehaus in Hornburg. Menschen bekennen sich öffentlich zu ihrem Fußballverein, zu ihrer Automarke oder ihrer Lieblingsurlaubsinsel.  Was macht dann die Sache des christlich-religiösen Bekenntnisses so schwierig?

In einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Pf. Frank Ahlgrim nahmen verschiedene Gäste aus unterschiedlichen Lebensbereichen zu diesen Fragen Stellung. Sebastian Ebel, Präsident von Eintracht Braunschweig, sprach zunächst über das Bekenntnis von Fans zu ihrem Verein.  Dieses läge in ihrer Begeisterung über Siege begründet, oder komme auch durch das gemeinsame Erleben von schmerzlichen Niederlagen zustande. Für ihn hat damit das Bekenntnis zur Eintracht auch mit Stolz und Emotionen zu tun.

Der Marketingexperte Thomas Ahlgrim vertrat die Ansicht, Kirche müsse mehr auf die Menschen zugehen. Wie in der Produktwerbung müsse sie um Neukunden werben und dabei auf veränderte Gewohnheiten eingehen. Besonders neue Medien müssten dazu genutzt werden um auch junge Menschen anzusprechen.

Petra Schoenawa berichtete von ihrer Kindheit in der DDR, während der sie wegen ihres christlichen Bekenntnisses angefeindet wurde. Halt fand sie in dieser Situation in einer Gruppe Gleichgesinnter. Somit hat ihr die Gemeinschaft das Bekennen erleichtert.

Probst Ulrich Lincoln betonte, dass ein christliches Bekenntnis im öffentlichen Leben heute nicht wirklich gefragt sei.  Menschen sei es oft peinlich, sich öffentlich zum Glauben zu bekennen. Daneben sei es ja auch nicht wirklich erforderlich, weil die Kirche im öffentlichen Leben keine große Rolle spiele.

                                                                                                                                                    Zum Schluss fasste Pf. Ahlgrim die Diskussionsbeiträge der Gäste und Besucher zusammen: Zum Bekennen gehören Begeisterung, Emotionen, vielleicht auch Stolz auf eine Sache und besonders Gemeinschaftserlebnisse. Ganz andere Formen der Gottesdienste können möglicherweise neue Wege aufzeigen. Es kann aber auch zu Brüchen kommen, indem etwa die Kirche Fehler macht wie bei den Missbrauchsskandalen.

Am Ende der durchaus interessanten Diskussion gab es damit aber keine schlüssige Antwort auf die Frage nach dem „schwierigen Bekenntnis.“ Es ist in der Tat einfacher, sich zu einem Fußballverein oder einer Automarke zu bekennen als zum christlichen Glauben. Das christliche Bekenntnis bleibt schwierig. Nur in den Worten einer Besucherin war die Sache ganz klar: „Ich glaube mein ganzes Leben an Gott und daran wird sich auch nichts ändern.“

 

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