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Pilgerfahrradtour zum Kirchentag in Berlin 2017

17.06.2017 16:07 von Pfarrer Frank Ahlgrim

Wie schon bei vergangenen Kirchentagen haben sich auch in diesem Jahr einige Radfahrer auf eine Pilgerfahrradtour zum Kirchentag in Berlin begeben. Von Sonntag bis Mittwoch war die kleine Gruppe von 6 Radfahrern rund 300 km unterwegs. Übernachtet wurde in Gemeinden und eine morgendliche Sendungsandacht, ein Mittagsgebet sowie ein Abendabschluss gehörten zum festen Tagesablauf.

 

Radtour 1. Tag (49 km)

Die diesjährige Fahrrad-Pilgertour zum Kirchentag in Berlin startete mit einem Sendungsgottesdienst in der Lukaskirche in Heiningen. Viele waren gekommen, die in den vergangenen Jahren auch mit geradelt waren, in diesem Jahr jedoch aus den verschiedensten Gründen nicht dabei sein konnten und wollten nun die Radfahrer verabschieden
In der Predigt nahm ich bereits das Motto des Kirchentags "Du siehst mich" auf und Lektorin Petra Schoenawa entsandte uns sechs Pilger mit einem Pilgersegen auf die Fahrt.
Zunächst führte der Weg durch heimatliche Gefilde. Über Dorstadt und  Bornum ging es auf die Asse zu und weiter nach Schöppenstedt. Am ehemaligen Watzumer Häuschen, unmittelbar am Elm, wurde eine ausgiebige Mittagspause gehalten und auch Georg Thiele, der bis dahin das Begleitauto fuhr, stieß zu uns. Nach dem obligatorischen Mittagsgebet, stiegen wir wieder auf die Räder und über Räpke und Emmerstedt fuhren wir auf mancher Holperstrecke auf Helmstedt zu.

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Da es noch früh am Tage war, konnten wir in Helmstedt noch in einem Eiskaffee einkehren, wo uns Dieter Giesecke traf, der am Nachmittag das Auto gefahren hatte.
Bei unseren Gastgebern, Propst Gottwald und seiner Frau, wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Nachdem wir unsere Bettstätten aufgebaut hatten, wurde gegrillt und am Abend bekamen wir eine private Führung durch die Kirche. Mit einem gemeinsamen Abendgebet und guten Gesprächen endete so der erste Tag.

 

2. Tag (86 km)

 

Nach einem gemütlichen Frühstück und einer Sendungsandacht, die Propst Gottwald für uns gehalten hat, ging es erneut auf die Sattel. Nachdem wir die A2 unterquert und Bad Helmstedt passiert hatten, ging es quer durch den Bördekreis stetig voran. Ein ums andere Mal machten uns dabei sehr schlechte Straßen sowie sandige Waldwege zu schaffen. Vorbei an Calvörde und entlang des Mittellandkanals, erreichten wir Uthmöden, wo Georg Thiele schon auf uns zur Mittagspause wartete. Der Nachmittag führte uns dann quer durch die Colbitzer Heide, einem riesigen Truppenübungsplatz. Leider konnten wir jedoch nicht die ursprünglich geplante Route durch den Wald nehmen, so dass wir einen ziemlich großen Umweg über eine stark befahrene Hauptverkehrsstraße machen mussten.

Schließlich kamen wir nach 86 km (geplant waren 75) in Tangerhütte an, wo wir schon vom dortigen Pfarrehepaar und der in der Gemeinde ansässigen Fahrradgruppe in Empfang genommen wurden. Nach einer erfrischenden Dusche im Gemeindehaus, wurde zusammen bei herrlichem Sonnenschein zu Abend gegessen und gemeinsam Abendandacht gehalten.

In dieser Nacht schliefen wir alle aufgeteilt bei verschiedenen Gemeindegliedern und man konnte vernehmen, dass es teilweise noch bis in die späten Abendstunden hinein angeregte Gespräche gab.

 

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3. Tag (71 km)

 

Auch in Tangerhütte wurden wir vom Pfarrehepaar Rost mit einer Sendungsandacht in der Kirche auf den Weg geschickt. Dankenswerterweise geleitete uns noch ein Mitglied der Fahrradgruppe durch die Stadt und machte uns auch gleich noch auf einige Sehenswürdigkeiten in Tangerhütte aufmerksam. Zunächst durch waldiges Land ging es auf die Elbe zu, die wir bei Ferchland mit der Fähre überquerten. Nur wenig besiedelt präsentierte sich das Jerichower Land und wir erreichten über kleine Straßen und Feldwege Schlangentin, wo wir Mittagspause und Mittagsgebet hielten.

Bei Premnitz stießen wir nachmittags auf die Havel und erreichten nach nur 66 km unser Ziel in Pritzerbe (Havelsee). Zum Glück gab es dort ein Eiskaffee, so dass wir auch hier die Zeit mit Eisbechern und Cappuccino überbrücken konnten.

Zu Gast waren wir an diesem Abend bei Pfarrerin Pscherwankowski, die uns in ihrem urigen Pfarrgarten begrüßte. Dort wurde auch gemeinsam gegessen, bis ein aufziehendes Gewitter etwa zur Eile drängte und wir eilends aufbrachen, um in das etwa 5 km Gästehaus der Gemeinde zu kommen. Zum Glück hielt das Unwetter aber nicht lange an und wir konnten noch ausgiebig die Kirche in Hohenfrechesar besichtigen. Leider waren wir an diesem Abend zur Abendandacht nur unter uns.

 

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4. Tag (96 km)

 

Schon früh hieß es an diesem Morgen aufzustehen. Bereits um 8 Uhr wollten wir zum Frühstück zurück in Pritzerbe, bei unserer Gastgeberin sein, um uns möglichst früh, auf die letzte lange Etappe begeben zu können. Was uns erwartete war mehr als lohnend: Ein üppig gedeckter Tisch und liebevoll gepackte Brottüten.

Nach der Sendungsandacht führte uns die Strecke bei kühlen Temperaturen zunächst entlang der B 102 nach Brandenburg an der Havel. Nachdem wir die laute Stadt passiert hatten, ging es auf dem Havelradweg kontinuierlich und landschaftlich reizvoll auf Berlin zu. In Ketzin überquerten wir die Havel und hielten Mittagspause und Georg und Dieter tauschten, wie jeden Tag, Fahrrad und Auto.

Bereits den ganzen Tag waren wir aufgrund des günstigen Windes gut vorangekommen, doch am Nachmittag zog sich die Strecke dann doch etwas. Nach ca. 80 km erreichten wir endlich den Wannsee und damit die Berliner Stadtgrenze. Das war schon ein gutes Gefühl nach vier Tagen auf dem Fahrrad.

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Doch das Ende unserer Tour bedeutete das noch längst nicht. Denn erst nach gut 96 km bot sich die erste Möglichkeit, die S-Bahn zu besteigen. Aber wir haben es geschafft und erreichten schließlich zwar „kaputt“, aber auch stolz, unsere Schule in Berlin, wo schon einige der angereisten Autofahrer auf uns warteten.

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Zwar schafften wir es nicht mehr zum Eröffnungsgottesdienst, aber den Abend der Begegnung und den abschließenden Abendsegen konnten wir doch genießen.

 

 

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