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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

  • Der HERR sprach: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.

    1.Mose 8,21

  • Ihr wisst, dass der Sohn Gottes erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme.

    1.Johannes 3,5

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Die Geschichte der Kirche in (Werla)Burgdorf

Erste Nachrichten über das Vorhandensein einer Kirche in Burgdorf finden sich in einer Urkunde des Bischofs Adelog von Hildesheim vom 2. Juni 1174. Wahrscheinleich war zu dieser Zeit bereits länger eine Kirche vorhanden.

Rückschlüsse auf die Größe der Kirche lassen sich aus einer Urkunde von 1178 gewinnen, in der ausdrücklich von einer Kirche und nicht von einer Kapelle gesprochen wird.

Der Turm wurde wohl erst 1213, zunächst als Wehrturm, gebaut. Der untere Teil steht bis heute. Der Legende nach wird die Schieflage des Turms damit erklärt, dass er sich vor seiner Mutterkirche in Gielde verneigt.

Zunächst hatte die Kirche keinen eigenen Pfarrer und war vom Kloster Heiningen abhängig.

Der Probst von Heiningen hatte die Pfarre Burgdorf erworben und unterhielt einen besoldeten Geistlichen in Burgdorf.

Zwischen dem 13. und 16. Jh. wich wahrscheinlich ein früherer romanischer Kirchbau der heutigen Kirche im spätgotischen Stil. Der Altar stammt vom Braunschweiger Madonnenmeister und entstand  1480 – 85. Ursprünglich handelte es sich um einen Flügelaltar, doch bereits 1875 waren die Flügel nicht mehr vorhanden.

 

Die Zeit der Reformation

Altar des Braunschweiger Madonnenmeisters ca. 1480-85

Während sich die selbständige Stadt Braunschweig schnell der reformatorischen Lehre öffnete, rief Herzog Heinrich d. Jüngere, in dessen Territorium auch Burgdorf fiel, dazu auf, Papst und Kaiser treu zu bleiben und verschaffte sich selbst zunehmenden Einfluss innerhalb der kath. Kirche.

Nachdem im Zuge der Reformation die Schmalkaldischen Truppen Herzog Heinrich d. Jüngeren vertrieben hatten, wurde auch in Burgdorf die reformatorische Lehre durchgesetzt, und es kam in der Folge 1542 und 1544 zu allg. Kirchenvisitationen. Nach der zweiten Visitation wurden Bemühungen um die reformatorische Lehre noch einmal deutlich verstärkt, da sie noch nicht überall Fuß gefasst hatte.

Dennoch wird die Pfarre Burgdorf als eine der besten Pfarren bezeichnet, auch wenn sich die reformatorische Lehre insgesamt nur oberflächlich durchgesetzt hatte.

 

Weule Uhr aus dem Jahre 1905

1545 kam es zur Gegenreformation und zur Rückkehr zum kath. Glauben. Heinrich d. J. hatte das Land zurückerobert und vertrieb konsequent evangelische Prediger. Selbst die evangelische Taufe wurde nicht anerkannt, und es wurde ein zweites Mal kath. getauft.

Bereits 1545 kam es jedoch erneut zur Einführung der evang. Lehre, nachdem Heinrich d. J. bei Nordheim von Truppen der schmalkaldischen Fürsten geschlagen wurde und in Gefangenschaft geriet. Jedoch schon 1547 erlitt der Schmalkaldische Bund eine harte Niederlage und Heinrich d. J. wurde freigelassen. Er führte erneut mit äußerster Gewalt den Katholizismus ein. Das Kloster Heiningen und Burgdorf kehrten bereitwillig zum Katholizismus zurück.

Nach dem Tod Heinrich d. J. am 11. Juni 1568 führte  sein Sohn Julius endgültig mit aller Macht die evangelische Lehre ein, und Burgdorf wurde mit dem Kloster Heiningen 1568 erneut evangelisch.

 

Papeniusorgel von 1742

Nun hatte Burgdorf auch einen eigenen Pfarrer namens Nikolaus Gedicke. 1569 trat eine neue Kirchenordnung in Kraft. In ihr findet sich Burgdorf als letzte Specialsuperintendentur der Generalsuperintendentur Wolfenbüttel. 1615 gehörten dazu Schladen, Achim, Witzleben, Neundorf, Wiedelah, Vienenburg und Harzburg mit insgesamt 20 Pfarren. Pfarre Burgdorf hat also offenbar von den Wirren der Reformation eher profitiert.

 

Die Zeit nach der Reformation

Das Kirchenschiff heute
  • Unter Pf. Paulus Riegemann 1582 Einbau der Kanzel und 1587 der Westempore.
  • Während des 30jährigen Krieges nach der Schlacht bei Lutter am Barenberge (1626) wurde Burgdorf und auch die Kirche geplündert und Wertsachen sowie die Glocke verschleppt.
  • 1634 konnte eine kleine neue Glocke von der Firma Heinrich Borstelmann in Braunschweig angeschafft werden.
  • 1686 großer Dorfbrand, von dem die Kirche verschont blieb.
  • In dieser Zeit war der Pfarrer von Burgdorf auch für Neuenkirchen zuständig
  • 1725 zweite größere Glocke von Glockengießer Christian Ludwig Meyer in Braunschweig
  • Am 23.01.1733 wurden anstelle Neuenkirchens Dorstadt und Heiningen zu Burgdorf gelegt.
  • 1828 wurden beide Glocken durch Sigismund Lampe in Hildesheim umgegossen.
  • Nachdem die große Glocke am 9.09.1878 einen Sprung bekam, wurde ein neues Geläut mit 3 Glocken bei Glockengießer Radler in Hildesheim in Auftrag gegeben
  • Die beiden großen Glocken wurden im 2. Weltkrieg eingeschmolzen
  • 1880 umfangreiche Restauration des Kirchschiffes, die ursprünglichen kleinen Fenster wurden durch größere ersetzt.