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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

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    1.Korinther 3,7

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Die Geschichte der Kirche in Heiningen

Lukaskirche nach der Sanierung 2008

Die Kirchengemeinde Heiningen hat eine wechselhafte Geschichte erlebt. Zunächst war das kirchliche Leben vor allem durch das Heininger Kloster bestimmt, dessen Geschichte über 1000 Jahre zurück reicht.

Zur Zeit der Reformation rief Herzog Heinrich d. Jüngere dazu auf, Papst und Kaiser treu zu bleiben und verschaffte sich selbst zunehmenden Einfluss innerhalb der kath. Kirche.

Nachdem im Zuge der Reformation die Schmalkaldischen Truppen Herzog Heinrich d. Jüngeren vertrieben hatten, wurde auch in Heiningen 1442 die reformatorische Lehre durchgesetzt. Doch erst nach dem Tod Heinrich d. J. am 11. Juni 1568 führte sein Sohn Julius endgültig mit aller Macht die evangelische Lehre ein und Heiningen wurde mit dem Kloster  1568 evangelisch.

Laut Hannoverschem Pfarrerbuch war Heiningen 1543 und 1580-1636 mit Dorstadt verbunden, 1636-1689 mit Ohrum, 1689-1728 mit Ohlendorf, 1728-1733 mit Klein Flöthe .

Seit 1733 ist Heiningen mit Werlaburgdorf (damals noch Burgdorf) verbunden.

 

1831 fing man mit dem Bau einer evangelischen Kirche in Heiningen an, die nach einigen Schwierigkeiten am 28. Oktober 1832 eingeweiht wurde. In der Kirche gab es eine Altarwand mit Kanzel, die von Tischlermeister Loose aus Heiningen gefertigt wurde.

 

Orgelempore

Die Orgel wurde 1845 von Orgelbaumeister Lindrum aus Goslar erbaut. Im Jahre 1853 bekam die Kirche eine neue Glocke, da die 1824 der Kirche geschenkte Glocke einen Sprung bekommen hatte.

Am 16.4.1872 wurden der Gemeinde unentgeltlich 5 Zentner Geschützbronze überlassen, damit eine zweite Kirchenglocke für die Kapelle zu Heiningen gegossen werden konnte.

Im Jahre 1901 meldete der Pastor von Heiningen dem königlichen Konsistorium zu Hannover, dass die Orgel unbrauchbar geworden sei und ersetzt werden müsse. Das Konsistorium genehmigte den Orgelneubau.

In den Jahren 1932/1933 wurden die Kirchenwände und die Decke neu angestrichen. Auch die Mauer der Kirche wurde an vielen Stellen ausgebessert. Außerdem musste ein neuer Ofen beschafft werden.

1953 wurde die Kirche an die Kanalisation angeschlossen. Außerdem wurde ein Fenster neu verglast  und die anderen Fenster repariert. Ebenfalls 1953 wurden die Altarwand und die angebaute Sakristei abgebrochen, der Altar rückte auf einem Podest bis nahe an die Außenwand heran, die Kanzel wurde seitlich aufgestellt und erhielt einen neuen Fuß. Darüber hinaus wurde der Fußboden im Chorraum erneuert, unter der Orgelempore wurde behelfsmäßig die Sakristei eingebaut, die elektrische Beleuchtung wurde ausgewechselt und die Kirche wurde neu ausgemalt.

 

 

Altar und Kanzel heute

Im Jahre 1954 wurden 6 Fenster der Kirche mit je 12 Feldern Bleiverglasung in farbigem echt Antikglas fertig eingesetzt. 1955 wurde das Dach der Kirche neu gedeckt und 1957 wurde die Ostwand der Kirche gegen Feuchtigkeit isoliert. Der alte Windfang wurde abgerissen und ein neuer gebaut (1958). In der Kirche wurde ein neuer Fußboden unter dem Glockenstuhl verlegt. Auch die Eingangstür wurde erneuert (1961).

1965 wurde der Außenputz der Kirche an drei Wänden „abgeschlagen und das alte Fachwerk mit den aus Kalkstein bestehenden Ausmauerungen freigelegt“. Das Holz war von Schädlingen befallen. Dementsprechend wurden Putz- und Ausbesserungsarbeiten vorgenommen. Die Heizung in der Kirche wurde auf Nachtstrom-Speicheröfen umgestellt. 1968 wurde das Äußere der Kirche repariert. Im Jahre 1969 wurde der Innenanstrich der Kirche erneuert. 1972 erhielt der Glockenturm eine neue Bekrönung (Wetterfahne aus Kupfer). 1982 meldete Pfarrer Müller dem Baureferat, dass die Schieferdeckung des Turmes repariert worden sei und der Kirchenboden eine Wärmedämmung erhalten habe. 1983 wurde eine Bewertung der Kirche insgesamt vorgenommen, bei der festgestellt wurde, dass sie 19.251 DM wert wäre.

 

Sanierungsarbeiten 2008

Am 2. Januar 1985 wurde die Kirche geschlossen, um umfassende Untersuchungen an den Holzbalken vornehmen zu können, die offenbar durch Fäulnis zerstört waren. Die Schadensbehebung sollte mindestens 90.000 DM kosten. Am 12.2.1985 wurde der Auftrag zu umfassenden Sanierungsarbeiten am Außenmauerwerk erteilt.

Im Jahre 1986 wurde dann endlich die beantragte Holzdecke eingezogen. Außerdem wurden Fassadenrenovierungsarbeiten vorgenommen. 1987 wurde die Einrichtung der Kirche angestrichen.

2007 wurde die Orgel von Orgelbaumeister Gräfe gereinigt und von Grund auf überholt.

Eine erneute Grundsanierung wurde 2008 notwendig, da es vom Dach her zu starken Durchfeuchtungen der Wände gekommen war. Im Zuge der Arbeiten wurde das alte Schieferdach gegen ein Ziegeldach erneuert, die Südfassade aufgrund massiven Hausschwammbefalls grundsaniert und die Außenwände ihrem ursprünglichem Erscheinungsbild gemäß verputzt. Die Westseite wurde mit Ziegeln abgehängt und der Innenraum wurde neu vermalt.

Allein dem zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Dorferneuerungsprogramm sowie den Bemühungen des Landeskirchenamtes ist es zu verdanken, dass die beträchtlichen finanziellen Mittel in Höhe von zunächst 120.000 Euro und später weiteren 25.000 Euro für Restarbeiten sowie die Innenvermalung aufgebracht werden konnten